C

efalù ist eines der suggestivsten Küstenstädtchen Siziliens, mit einem malerischen kleinen Hafen, von dem man auf die charakteristischen alten Mauern der befestigten Altstadt sieht, deren Häuser zum Meer hin unter ihren Bögen Platz bieten, um den ankommenden Booten Schutz zu geben. Die Stadt liegt zentral an der Nordküste Siziliens und hier endet der Golf von Termini Imerese. Im Osten wird die auf einer kleinen Halbinsel liegende Stadt von dem Felsen beherrscht, der auf Italienisch “Rocca” genannt wird, ein großer Kalkfelsen, der majestätisch über dem Meer liegt. Die Sommer sind gemäß dem typisch mediterranen Klima trocken und heiß, allerdings werden die Temperaturen von Winden abgemildert, und die Winter sind mild mit mäßig Regen. Cefalù ist ein Ort, der bei Touristen, seien es Italiener oder seien es Ausländer, gleichermaßen beliebt ist. Auch die Sizilianer lieben es, Ausflüge in dieses Städtchen zu unternehmen. Inmitten des Naturschutzgebietes “Parco delle Madonie” gelegen, bietet der berühmte Badeort eine große Auswahl an Sand- oder Felsstränden und ist nicht weit entfernt von den Bergen und ihren bekannten Bergdörfchen .

barretta1

Die Kathedrale von Cefalù

Die Kathedrale von CefalùDie Kathedrale von Cefalù wurde 1131 von Roger II. gegründet und von islamischen Architekten und Arbeitern erbaut. Der Bau war von byzantinischen liturgischen Vorschriften geprägt und wurde nach einem Zeitraum des Niedergangs 1267 renoviert. Das Gebäude ist grundsätzlich intakt erhalten geblieben, und das Innere des Doms ist dreischiffig. Die drei Schiffe sind durch sechzehn Säulen mit Kapitellen in sizilianisch-normanischem Stil geteilt. Die Apsis ist mit wunderschönen Goldmosaiken ausgestattet. Der Christus Pantokrator, der alles andere überragt, ist ein großartiges Kunstwerk, das den oberen Teil der Apsis beherrscht. Darunter kann man die aufwändigen Mosaiken im byzantinischen Stil der Jungfrau zwischen den vier Erzengeln und den zwölf Aposteln bewundern. An den Seiten des Chors sind weitere schöne Mosaiken vom Ende des 13. Jahrhunderts zu sehen, die Propheten, Heilige und Patriarchen darstellen.

Der öffentliche Waschplatz von Cefalù

Der öffentliche Waschplatz von Cefalù
Der Waschplatz wird auf Italienisch Lavatoio genannt und von den Einheimischen “Lavatoio ‘u ciumi” genannt, was im Dialekt “Fluss” bedeutet, aber was die mittelalterlichen Ursprünge des Waschplatzes betrifft, haben die Wissenschaftler heute einige Zweifel.
Bis vor einigen Jahrzehnten wurde der Waschplatz noch von den Frauen der Stadt wegen seines herrlich frischen Wassers benutzt, und der Fluss wurde schon von Boccaccio erwähnt, der ihn “Cefaloide” nannte, und damit einmal mehr die These beweist, dass die ethymologische Bedeutung des Namens der Stadt mit dem Wasser zusammenhängt.
Am Eingang der Waschstelle befindet sich auf der rechten Seite am Anfang der Treppe ein Zweizeiler von Vincenzo Auria:
"Hier fließt Cefalino, gesünder als jeder andere Fluss, purer als Silber, kälter als Schnee".
Wenn man die Wendeltreppe hinuntergeht, kommt man zu der Wasserstelle, die von einem niedrigen Gewölbe bedeckt wird und dem Platz den Anschein einer Höhle gibt. Entlang der Wände fließen aus mehreren Mündungen beträchtliche Wassermengen.

Das Gebäude Osterio Magno von Cefalù

Das Gebäude Osterio Magno von Cefalù
Das Gebäude, das äußerst interessante Baustrukturen aufweist, gilt als Wohnsitz des normannischen Königs Roger II. Es ist heute restauriert und wird als Ausstellungsraum genutzt.
Man hat dort ein Gemälde aus dem 16. Jahrhundert von unermesslichem Wert entdeckt, vermutlich von Giovanni Ventimiglia, dessen Familie der Palast seit dem 14. Jahrhundert gehörte und das die Bildunterschrift Domus Magna trägt.
Die architektonischen Elemente, die ans Licht gekommen sind, beweisen, dass das Gebäude zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert entstanden ist, während in den Grundmauern Reste des antiken Kephaloidion gefunden wurden.

 

 

Das Museum Mandralisca von Cefalù

Das Museum Mandralisca von Cefalù
Das reichbestückte Museum Mandralisca befindet sich im 1. und 2. Stock der gleichnamigen Straße unweit der Kathedrale und wurde in den letzten Jahren renoviert. Das Museum verfügt über eine Bibliothek mit über 6.000 Werken, darunter Werke aus dem 16. Jahrhundert und zwei Inkunabeln und außerdem Geschichtsbücher, literarische Werke, philosophische und naturwissenschaftliche Abhandlungen sowie Zeitungen aus dem 19. Jahrhundert. Eine außergewöhnliche Sammlung von Münzen aus Lipari und Cefalù ist ebenfalls zu bewundern. Die Pinakothek umfasst Werke aus verschiedenen Epochen, aber das berühmteste Gemälde ist das “Bildnis eines Unbekannten” (Ritratto di Ignoto) von Antonello da Messina. Viele der archäologischen Fundstücke stammen von der Insel Lipari. Herausragend ist die berühmte Vase mit dem Thunfischverkäufer.
Die schwarze Tonvase hat die Form einer Glocke, der Thunfischverkäufer und der Käufer sind aus rotem Ton. Schließlich beherbergt die Sammlung über 20.000 Muscheln, die aus der ganzen Welt zusammengetragen wurden.

Der Diana-Tempel von Cefalù

Der Diana-Tempel von Cefalù
Auf prähistorisches Zeitalter (um das 9. Jh. v. Chr.) datiert man den Bau einer Zisterne, die mit Dolmen bedeckt war und die den Kern des megalithischen Baus darstellt, der heute als Diana-Tempel bekannt ist. Dies ist eine vieleckige Umzäunung mit großen Blöcken, die in zwei Räume längs eines langen Korridors aufgeteilt sind, an dessen Ende sich gegen Westen ein einziger Eingang mit monolithischem Stützbalken auftut, der elegant verziert ist. Das Gebäude hat seit jeher eine große Faszination auf Reisende und Wissenschaftler ausgeübt und wurde im 2. Jahrhundert v. Chr. restauriert.
Es bleiben jedoch Zweifel über seine Nutzung, aber es ist möglich, dass der ursprünglichen heiligen Kultstätte, die auch mit dem lokalen Kult des Wassers zusammenhängt, eine weitere Bedeutung als Verteidungsanlage zufiel, da der Tempel geographisch günstig liegt.

Die Burg von Cefalù

Die Burg von Cefalù
Auf der Höhe des Felsens, der Cefalù dominiert, sind die Reste einer Burg, ital. Castello, sichtbar, deren Bau auf der Basis von archäologischen Quellen in das 12. oder 13. Jahrhundert fiel, wenn es auch Quellen gibt, die bezeugen, dass die Burg schon in byzantinischer Zeit bestand.
Das rechteckige Gebäude wird von zwei Türmen eingegrenzt, einer im Norden und einer im Osten, und wird außerdem von einem Mauergürtel geschützt, der sich um die Burg schließt.

 

 

Die Umgebung von Cefalù

Wenig mehr als 10 km von Cefalù entfernt liegt die Wallfahrtskirche von Gibilmanna. Man erreicht die Wallfahrtskirche über eine kurvige Straße, die von üppiger mediterraner Macchia gesäumt ist. Der Name des Ortes stammt aus dem Arabischen, denn “gebel” bedeutet auf Arabisch “Berg”. Das Gebiet um Gibilmanna ist bekannt für die Produktion von “Manna”, das aus der Rinde der Esche gewonnen wird. Die Wallfahrtskirche wurde im 17. Jahrhundert erbaut und ist Teil eines Gebäudes, das von Kapuzinermönchen bewohnt wird und auch ein kleines, aber interessantes Museum beherbergt. Ca. 20 km von Cefalù liegt inmitten des Madonie-Gebirges das kleine Bergdorf Gratteri mit einem intakten mittelalterlichen Kern. Um den Ort herum erstrecken sich dichte Wälder, die zum Spaziergang einladen.

Hotel Resorts

 

logo-calette 
logo-sicilyresorts

 

wir sind auf

Booking.com Trip Advisor
Touting Club Italiano logocharmerelax

Facebook

You are here AUSFLÜGE Cefalù und Umgebung